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trotzdem gestorben

Heute erzählte mir eine Kundin von ihrer Fastenwoche. Ich bin eine Gegnerin vom Fasten, aber darum geht es hier nicht. In dieser Fastenwoche wurde die Leiterin gefragt, was sie von Vitaminen und Nahrungsergänzung halte. Sie sagte: "Das ist absolut unnötig und unsinnig. Meine Mutter hat lange Nahrungsergänzung genommen und ist trotzdem an Darmkrebs gestorben!" Ich mache grosse Augen: "wer hat jemals behauptet, dass man nicht stirbt oder nicht erkranken kann, nur weil man Nahrungsergänzung nimmt?" Wenn man eine solche Garantie hätte, würden kiloweise gesunde Säfte und Pillen geschluckt. Ich staune, wie wenig differenziert sogenannte Fachpersonen manchmal ihre Meinung kundtun - und noch mehr staune ich, dass ihre (falsche) Denke überhaupt nicht hinterfragt wird und als Tatsache geschluckt wird. Es gibt eine interessante Studie von Andreas Joop, die zeigt, wieviel Geld die Firmen einsparen könnten, wenn sie ihren Mitarbeitern Vitamine abgeben würden. Die Krankheitsausfälle gingen um einen Drittel zurück und die Arbeitsleistung nahm deutlich zu.

Valsche Forstellung

Meine Geschichte: Wir haben im Cafe abgemacht. Sie will mehr über die Vitalstoffe wissen, die ich vertreibe. Wir kennen uns nicht, nie gesehen. Wartend blättere ich in meiner Agenda. Schaue jedes Mal auf, wenn sich jemand dem Cafe nähert. Sie geht an einem Stock. Sie kommt nicht.

Ihre Geschichte: Wir haben in meinem Lieblings-Cafe abgemacht. Ich brauche diese Vitamine. Beim Eintreten sehe ich eine Frau, das könnte sie sein. Aber sie liest in einem Buch. Das kann sie nicht sein, denn Wartende lesen nicht. Sie kommt nicht.

Schliesslich rufe ich sie an. Das Handy klingelt zwei Tische hinter meinem. Dort sitzt sie ja! Wir drehen uns um, lachen uns an. Ich setze mich zu ihr.

Wir haben beide Dinge interpretiert und uns dabei verpasst. Man muss nicht an einem Stock gehen, nur weil man fast nicht gehen kann. Und man kann wartend lesen! Wir schmunzeln über unsere falschen Vorstellungen. Ja und die Vitamine wollte sie dann auch.

Festessen

Peter, Mitte Vierzig, attraktiv, beruflich äusserst erfolgreich. Festessen. Peter: "wir haben in der Schweiz einfach viel zu viele Gesetze. Wir halten uns so zurück wegen dieser vielen Verbote. Man sollte das machen können, was man will. Furchtbar, wie wir uns selber immer wieder bremsen." Zustimmendes Kopfnicken. Nach einer Weile seine Frau: "ich wollte mit Freundinnen einen Städteflug nach Paris machen." Peter unterbricht: "Nein so was Blödes, da war ich total dagegen, sonst kommst du wieder völlig verdreht nach Hause!" Frau schweigt und isst weiter. Ich denke, Theorie und Praxis. Wehe, jemand möchte tun, wovon man träumt.

Da halte ich es lieber mit Kurt Marti, der sagte: Wo kämen wir hin, wenn jeder sagte, wo kämen wir hin und keiner ginge, um zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir gingen.

ich wünsche mir

Ich wünsche mir zwanzig Finger, damit ich schneller tippen kann.

Ich wünsche mir über Nacht ein paar Heinzelmännchen.

Ich wünsche mir ein aufgeräumtes Pult.

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